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OpenType-Fonts von Adobe können zur Unterstützung einer größeren Sprachenvielfalt und weit reichender typografischer Gestaltungsmöglichkeiten auch einen erweiterten Glyphensatz umfassen. Zum besseren Verständnis von OpenType ist es wichtig, den Unterschied zwischen Zeichen und Glyphen zu verstehen. Bei Zeichen handelt es sich um die Codepunkte, die vom Unicode-Standard zugeordnet werden und die kleinsten semantischen Spracheinheiten darstellen, wie z. B. Buchstaben. Bei Glyphen handelt es sich um spezifische Formen oder Figuren, die diese Zeichen oder Buchstaben in einer Schriftart annehmen können.
Wenn eine Schriftart einen spezifischen Zeichensatz beinhaltet, verfügt sie über eine Glyphenergänzung, das vorgegebene Glyphenfiguren für diese Zeichen bietet, und außerdem können zusätzliche Glyphen für stilistische oder linguistische Variationen der Zeichen vorhanden sein. Es ist zu beachten, daß ein Zeichen durch eine von mehreren verschiedenen Glyphen dargestellt werden kann. Zum Beispiel handelt es sich bei a, in Kleinbuchstaben, A, in Kapitälchen und einem alternativen Schwungbuchstaben a um das gleiche Zeichen, ein a, in Kleinbuchstaben, aber dies sind drei separate Glyphen. Des weiteren kann das Verhältnis zwischen Glyphe und Zeichen, das oft eins zu eins ist, auch viele zu eins, eins zu vielen oder viele zu vielen sein. Manchmal können mehrere Zeichen z. B. von einer Glyphe dargestellt werden, wie beispielsweise bei der ffi-Ligatur, die einer Folge von drei Zeichen entspricht: f, f und i.