Free Trial

Safari Books Online is a digital library providing on-demand subscription access to thousands of learning resources.

Share this Page URL
Help

XML: Einstieg für Anspruchsvolle > Kapitel 3: Namensräume in XML - Pg. 65

3 3 Namensräume in XML Die Erstellung eigener Auszeichnungssprachen und somit die Erschaffung eigener Dokumenttypen, in denen die Elemente ihre eigene Bedeutung haben, ist mit XML leicht gemacht. Natürlich können solche Auszeichnungs- sprachen veröffentlicht und von vielen genutzt werden, Beispiele sind dafür u. a. XSL, XSLT, SVG, aber in den meisten Fällen bleiben solche selbst defi- nierten Auszeichnungssprachen im eigenen Gebrauch und es kommt nicht selten vor, dass unterschiedliche Auszeichnungssprachen dieselben Element- typen, jedoch mit unterschiedlicher Bedeutung, benutzen. Ein Element mit dem Namen »titel« in einem Dokument kann als Behälter für einen Buch-, CD- oder Artikeltitel gedacht sein, in einem anderen Dokument aber als Behälter für Anredeformen wie Fr., Hr., usw. Hier kann die Flexibi- lität von XML, Dokumente aus verschiedenen Quellen zusammenzuführen, schnell zum Nachteil werden. Die Lösung für dieses Problem heißt Namensraum. In diesem Kapitel werden wir uns mit dem Begriff und der Verwendung von Namensräumen beschäf- tigen. Erst das Namensraumkonzept ermöglicht es, verschiedene XML-Dialekte in einem Dokument zu mischen und nicht nur der richtigen Bedeutung, son- dern dem richtigen Prozessor zuzuführen. Denn erst über den Namensraum kann ein Prozessor in einer Verarbeitungskette erkennen, ob ein Element eine Anweisung für ihn darstellt oder einfach weitergereicht wird. Ein Bei- spiel für so eine Verarbeitungskette ist z. B. die Transformation von XML via XSLT via XSL-FO via Batik zu PDF. Dabei werden Elemente, Attribute etc. aus den Namensräumen von XSLT, XSLT-FO und SVG am Ende der Ver- arbeitungskette zu einem einzigen (PDF-)Dokument transformiert. 65