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Equipment Auswandern auf Zeit: Koffer und Sanitätskiste Seite 259 sollten robust, staubdicht und abschließbar sein, gerade in Ländern wie Afghanistan. Die große Menge an Ausrüstung (Foto, Video, inklusive Stativ und 2 Laptops) will schließlich sicher verstaut sein. Bei meinem ersten Trip nach Afghanistan hatte ich noch zwei Analog-Gehäuse dabei. Eins war mit einem Farbfilm und das andere mit einem Schwarz-Weiß-Film geladen. Das änderte sich mit dem Erwerb der Canon EOS 30D. Den Ausschlag bei der Wahl dieses Modells gab das robuste Gehäuse aus einer Mag- nesiumlegierung. Die Erfahrungen meines ersten Aufenthalts in Kabul zeigten, dass die Fotoausrüstung extrem strapaziert wird, deshalb ließ ich die Finger von den günstigeren Modellen. Vor allem der allgegen- wärtige feine Staub setzt Objektiven und Kamera zu. Eine weitere Maßnahme hat sich für mich bewährt: zusätzlich eine kleine Digitalkamera mit ausreichender optischer Qualität mitzunehmen. Wenn man gute Kontakte zu den Einheimischen aufbaut und oft privat eingeladen wird, ist es vielleicht unpassend und unbequem, die ganze große Ausrüstung mitzuschleppen. Aber es gibt auch weitere Vorteile. Wie ich bereits im Kapitel ,,Verdeckte Fotografie" schilderte, ist die Kleine unauffälliger und nach der Aufnahme auch leichter wieder zu verbergen. Mit der digitalen Bildbearbeitung lassen sich hervorragende Schwarz-Weiß-Bilder erstellen. Die Umset- zung der Farben in Schwarz-Weiß-Tonwerte kann nachträglich gesteuert werden. Dies erreichte man früher nur durch den Einsatz von entsprechenden Filtern bei der Aufnahme und bei der Ausarbeitung im Labor. Deshalb kann man heutzutage bei einer digitalen Ausrüstung auf das Zweitgehäuse getrost verzichten. Als Ersatzgehäuse im Fall eines Defekts bleibt es allerdings weiterhin eine Option. Aber nicht die Kamera ist entscheidend für eine qualitativ hochwertige Aufnahme, sondern die Optik. Hier scheiden sich die Geister. Ich will keine Grundsatzdiskussion führen, sondern viel lieber die Gründe darle- gen, warum ich mich für folgende Objektive entschieden habe: · Tamron WW Di II 11-18mm 1:4.5 - 5.6 · Tamron Di II 17-50 mm 2,8 · auf analog passendes Tamron 28- 200mm (digital: 42 - 300mm) Beim Feldeinsatz darf die Ausrüstung nicht zu schwer und umfangreich sein. Daher scheidet eigentlich die Verwendung von Festbrennweiten aus. Um eine vernünftige Abdeckung des typischen Brennweiten- bereichs von Weitwinkel bis Tele zu erreichen, wären etwa 6 bis 7 Objektive notwendig. Das ist unter den gegebenen Bedingungen nicht zu machen. Dazu kommt noch die Tatsache des Staubproblems bei dem dann häufig notwendigen Objektivwechsel. Abgesehen davon kann dieser den entscheidenden Moment für ein gelungenes Foto kosten. Nur die bessere Bildqualität rechtfertigt die Verwendung von Festbrenn- weiten für diejenigen, die die Gelegenheit dazu haben, eine große Anzahl von Objektiven mit sich zu führen. Equipment 257