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Teil VIII: Spezielle APIs > 44 Beans - Pg. 1057

44 44.1 Beans Grundlagen und Begriffe Als Beans werden in Java eigenständige, wiederver- wendbare Softwarekomponenten zum Aufbau von Applets und Applikationen bezeichnet. Obwohl sie nicht zwangsläufig eine für den Anwender sichtbare Oberfläche haben müssen, werden Beans doch typi- scherweise als grafische Komponenten zur Verfügung gestellt und kçnnen mit Hilfe eines GUI-Editors (GUI = Graphical User Interface) interaktiv zu komplexen An- wendungen zusammengesetzt werden. Derartige GUI-Komponenten gibt es seit geraumer Zeit. Sie wurden auf dem PC mit Entwicklungsumgebungen wie Visual Basic oder Delphi populär und haben ­ beinahe noch stärker als rein sprachengetragene Kon- zepte ­ dazu beigetragen, die komponentenbasierte Soft- wareentwicklung einer breiten Masse von Entwicklern nahezubringen. Beans gibt es seit der Version 1.1 des Java Development Kit. Während auch vorher schon wiederverwertbare Komponenten entwickelt werden konnten (wir haben das in Kapitel 33, Seite 741 am Beispiel einer selbst entwickelten 7-Segment-Anzeige demonstriert), wurde mit Einführung der Beans-Architektur eine Standardi- sierung vieler wichtiger Konzepte vorgenommen und so die Grundlage für die einheitliche Entwicklung von GUI-Komponenten gelegt. Im Gegensatz zu den betriebssystem- und teilweise her- stellerspezifischen Komponentenmodellen vieler Ent- wicklungssysteme steht mit den Beans eine plattform- übergreifende Komponentenarchitektur zur Verfügung. Eine Bean von Hersteller A, die auf Betriebssystem B entwickelt wurde, sollte (wenn sie nicht aus anderen Teil VIII