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Die Tasse Dies ist eine der Aufnahmen, die in der Ausleuchtung völlig unspektakulär aussehen, aber einige Mühe erfordern, was im Bild kaum erkennbar ist. Selten brauche ich für solche einfachen Objekt- aufnahmen mehr als drei Leuchten, bei diesem Set waren jedoch viele Lichtquellen nötig, denn mit Spiegeln oder Aufhellern war kaum etwas zu erreichen. Das lag zum großen Teil an der geringen Grundhelligkeit im Aufbau auf der von unten durchleuchteten weißen Plexiglasplatte. Schon allein die Helligkeit links von einem Diffusor für den Lichtverlauf auf der Tasse brauchte wesentlich mehr Licht als sonst. Der hellste Teil der Tasse sollte in etwa der hellen Unterseite der Untertasse entsprechen. Damit der Verlauf hinten links mit einer fast weißen Kontur endete, brauchten wir noch ein Streifenlicht von schräg hinten. Auch rechts war ein schmales Licht nötig, um die Glanzstellen auf den Henkel und den Tassenrand zu erzeugen. Für den oberen Rand, etwas Licht im Kaffee, aber auch für den leich- ten Dampf über dem Kaffe setzte ich ein großes, flächiges Licht von oben und leicht hinten ein. Die Lichtwanne musste so positioniert werden, dass sie noch nicht in den Untergrund ­ die Platte, auf der die Tasse stand ­ reflektiert, sonst würde diese weiß erscheinen und der Effekt der Beleuchtung genau unter der Tasse ginge verloren. Schließlich brauchte noch das Gebäck ein hartes, direktes Licht, damit es nicht grau wirkte. Das ging nur mit einem genau ausgerichtetem Spot, der nicht mehr auf der Tasse zu sehen sein durfte. Den Hintergrund leuchtete ich durch ein Licht auf die weiße Studiowand hinter dem Aufbau aus.