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Objektfotografie im Detail: Bilder, Sets... > Kapitel 1: Der Weg zur Objektfotogra... - Pg. 3

Kapitel 1 Der Weg zur Objektfotografie Die Faszination der Objektfotografie liegt in der Vielfalt der individuellen Darstellungsmöglichkeiten. Machen wir uns daher erst einmal die Unterschiede zu einigen anderen Sparten klar. Fotografieren wir außerhalb eines Studios und greifen nicht entscheidend, z.B. durch außergewöhn- liche Perspektiven oder auch bewusst arrangierte, zusätzliche Bildelemente, in das Bildmotiv ein, werden wir immer eine reproduktive Aufnahme schaffen. Ein Bild also, das ausschließlich die wahre Realität darstellt, die fotografische Reproduktion des Vorhandenen. Das sind Bilder, wie wir sie vom Urlaubsbild mit hohem Erinnerungswert her kennen oder Bilder wie sie in der dokumentarischen Land- und Leutefotografie, der Reise-, Architektur- und Reportagefotografie gefordert sind. Die Qualität solcher Fotos wird durch die Sichtweise, den Blick des Fotografen bestimmt, der fotografiert ohne das Objekt als solches zu beeinflussen. In der Personenfotografie sind meistens der Charme und die Individualität des Models bildbestim- mend, es wird, mit Ausnahme der Passbild- und Porträtfotografie, ganz gezielt das zur Bildidee pas- sende Model ausgesucht. Hier gibt es Gemeinsamkeiten, denn nüchterne Personendarstellungen ähneln in gewisser Weise der reinen Sachfotografie. Somit können Vergleiche gezogen werden, die die Unterschiede zur Objekt- fotografie erst einmal grundsätzlich verdeutlichen, und dazu eignet sich die Personenfotografie in besonderem Maße, da wir diesen Abbildungen im täglichen Leben am häufigsten bewusst begegnen. Naheliegend ist der Vergleich mit dem Bild in unserem Pass, und natürlich wollen wir bei allen Vorga- ben auch hier gut aussehen, aber es gibt klare Richtlinien, die besagen, dass Ähnlichkeit vor Schönheit geht. Der gute Fotograf schafft beides. So auch in der Objektfotografie: Das Passbild eines Gegenstandes, die ganz sachliche Darstellung ohne Beiwerk und Verfremdung, ist die Sachaufnahme. Die Produktaufnahme beinhaltet schon etwas weniger den Anspruch der puren, auf das Objekt bezo- genen Darstellung, wie im Porträt können wir uns auf die schönste und interessanteste, die bestmög- liche Ansicht konzentrieren. Gut gestylt und gerne mit Requisiten präsentieren wir Personen in der Porträtfotografie, oder Gegenstände im Produktfoto.