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Teil 1: Ubuntu kennenlernen und installi... > 3. Textmodusinstallation - Pg. 57

3. Textmodusinstallation Wie ich bereits im vorigen Kapitel erwähnt habe, richtet sich die Textmodusinstallation an fortgeschrittene Linux- Anwender. Sie bietet mehr Konfigurationsmöglichkeiten und funktioniert oft selbst dann, wenn sich das Live-Sys- tem aufgrund von Hardware-Problemen gar nicht starten lässt. Der Hauptgrund für eine Textmodusinstallation ist aber in der Regel, dass Sie unter Ubuntu LVM oder Soft- ware-RAID nutzen möchten. Dieses Kapitel beginnt des- wegen mit zwei Grundlagenabschnitten, die diese beiden Spezialfunktionen erläutern. Dieses Kapitel setzt voraus, dass die in Abschnitt 2.1 zusammengefassten Hardware-Vor- aussetzungen erfüllt sind und dass Sie Abschnitt 2.2 über die Grundlagen der Festplatten- partitionierung gelesen haben. 3.1 RAID- und LVM-Grundlagen RAID Die Grundidee eines Redundant Array of Independent Disks (RAID) besteht darin, Partitionen mehrerer Festplatten logisch miteinander zu verknüpfen. Das Ziel ist dabei, ein zuverlässi- geres und/oder schnelleres Gesamtsystem zu schaffen: » Durch ein RAID kann die Datenübertragung gesteigert werden, indem der Datenzugriff von mehreren Festplatten parallel erfolgt. » Durch ein RAID kann aber auch die Sicherheit gesteigert werden, indem Daten redun- dant (mehrfach) gespeichert werden. Das ist allerdings mit Geschwindigkeitseinbußen verbunden und beansprucht zusätzlichen Speicherplatz. Hardware- versus Software-RAID Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten, ein RAID zu realisieren: durch Hardware (also durch einen Festplattencontroller, der die RAID-Logik selbst ausführt) oder durch Software, die von der CPU des Rechners ausgeführt wird. Hardware-RAID kommt vor allem in teuren Server-Systemen zum Einsatz. Seine größten Vorzüge bestehen darin, dass die CPU nicht durch RAID-Aufgaben belastet wird und dass der RAID-Controller unabhängig vom Be- triebssystem agiert. Ubuntu kommt mit den meisten Hardware-RAID-Controllern zurecht. yy