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Kapitel 4: Grundlagen der Fotografie > Blitz gescheit - Pg. 209

Blitz gescheit Ein Blitz macht hell. Darum verwendet man ihn. Außerdem sieht jeder, der sich in der Umgebung des Fotografen befindet, dass da ein Fotograf ist und dass er gerade fotografiert hat. Für manche Foto- grafen scheint mir dies der Hauptzweck des Geräts zu sein und sie nutzen das Blitzlichtgerät auch völlig unsensibel in den feierlichsten Situationen. Etwa so wie der Notarztwagen das Blaulicht als Warnsignal ,,Achtung hier komme ich" verwendet, blitzen sie unentwegt begleitet vom permanenten Motorengeräusch der Kamera, das quasi das Martinshorn ersetzt. Treten Fotografen in Rudeln auf, addieren sich diese Einzelblitze zu einem Blitzlichtgewitter. Dies ist vielleicht beeindruckend für den, der das als Zuschauer betrachten kann. Erschreckend jedoch für den, der diesem Ereignis ausgesetzt ist. Aber der Betrachter dieses Ereignisses lernt daraus: 1. Je wichtiger das Motiv, desto mehr Blitze. 2. Ein Fotograf unterstreicht die Bedeutung eines Ereignisses durch Blitzlicht. Auch beim Blitzlicht ist wie bei vielen anderen Dingen die Dosierung entscheidend. Mein erstes Blitzgerät war ein kleines Kästchen etwa so groß wie ein mittlerer Schokoriegel. Es enthielt eine Batterie und für jede Aufnahme musste eine Blitzbirne eingesteckt werden. Nach der Aufnahme war die Birne nicht nur glühend heiß, sondern auch unbrauchbar. Der Blitz wurde mit der Kamera kabellos gezündet. Die ausgefeilte Messtechnik sorgt auf Anhieb für die richtige Belichtung. Aufnahmedaten: Vollformatkamera, 85mm, ISO 160, 1/15s, f/2 Blitz gescheit 209