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Kapitel 30: Camera RAW > 30.1 Hintergrundwissen zum RAW-Format - Pg. 856

30 Camera RAW 30.1 Hintergrundwissen zum RAW-Format Digitale Kameras speichern Bilder meist entweder im JPEG-Format oder als RAW-Datei ­ einige Kameras verwenden auch das TIF-Format. JPEG-Bilder zeichnen sich durch eine gute Bildqualität bei gleichzeitig geringem Datenvolumen aus. Die geringen Datenmengen werden durch eine aufwendige Datenreduktion erzielt. Durch diese verlustbehaftete Kompression geht ein Großteil der ursprünglich von der Kamera fotografierten Informationen verloren. In den meisten Fällen stört das nicht besonders, da in erster Linie die Bildinformationen herausgefiltert werden, die das menschliche Auge nicht bzw. nur sehr schwer erkennen kann. Die mit dem JPEG-Format verbundenen Einschränkungen machen sich in erster Linie dann bemerkbar, wenn Sie Ihre Bilder korrigieren möchten. Dass diese Einschränkungen bei RAW-Bildern nicht vorhanden sind, hängt damit zusammen, dass RAW-Bilder in keinster Weise von der Kamerasoftware nachbearbeitet oder komprimiert werden und somit alle von der Kamera ursprünglich fotografierten Daten enthalten sind. Darüber hinaus wird die grö- ßere Informationsmenge auch noch großzügiger verwaltet. Wenn eine digitale Kamera Bilder im JPEG-Format speichert, verwendet sie für die Helligkeitsinformation eine Datentiefe von 8 Bit pro Farbkanal. Auf diese Weise können mit jedem Farbkanal 256 (2 8 ) Helligkeitsstufen (Tonwerte) gespeichert werden. RAW-Dateien werden hingegen meist mit einer Datentiefe