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12. Samba (Windows-Datei-Server) > 12.2 Installation und Konfiguration - Pg. 265

Kapitel 12 Samba (Windows-Datei-Server) Werkzeuge, die beim Einrichten eines Netzwerkverzeichnisses helfen, diese Werk- zeuge sind aber leider nicht praxistauglich. Der Vorteil dieser Konfigurationsvariante ist der dezentrale Ansatz, bei dem jeder für sich selbst verantwortlich ist und kein Administrator erforderlich ist. Das setzt frei- lich voraus, dass sämtliche Benutzer technisch einigermaßen versiert sind. Selbst dann wird die Konfiguration mit zunehmender Netzwerkgröße immer unübersicht- licher und macht zentrale Backups weitgehend unmöglich. Sie haben vermutlich schon erraten, dass ich Ihnen die zentrale Topologie nahelege. Auf die dezentrale Variante gehe ich in diesem Buch nicht weiter ein, nicht zuletzt deswe- gen, weil es für Linux auf Desktop-Ebene keine zuverlässigen, einfach zu bedienenden Konfigurationswerkzeuge gibt. (Und sollten Sie hier eine Anleitung zum Einrichten von Netzwerkverzeichnissen auf einem Windows-PC suchen, haben Sie ohnedies das falsche Buch gekauft ...) 12.2 Installation und Konfiguration Die Installation eines Samba-Servers ist denkbar einfach: root# apt-get install samba Installieren Sie nicht samba4! Samba 4 ist die aktuelle Entwicklerversion, die noch nicht für den produktiven Einsatz geeignet ist. Das Paket samba bezieht sich automatisch auf die aktuelle Samba-3-Version (3.4 in Ubuntu 10.04, 3.5 ab Ubuntu 10.10). Tabelle 12.1 fasst die wichtigsten Eckdaten der Samba-Installation unter Ubuntu zusammen. ECKDATEN ORT Zentrale Konfigurationsdatei Upstart-Konfiguration Loggingdateien /etc/samba/smb.conf /etc/init/smbd.conf und nmbd.conf /var/log/samba/* Tabelle 12.1: Eckdaten der Samba-Installation Samba stellt seine Dienste durch zwei Hintergrundprozesse zur Verfügung, die durch Upstart gestartet werden: » nmbd dient zur internen Verwaltung und als Nameserver. Der Dämon kümmert sich auch um die Browsing-Funktionen. nmbd kann bei Bedarf als Master Browser und/oder als WINS-Server fungieren. » smbd stellt die Schnittstelle für die Clients dar und gibt diesen Zugang zu Verzeichnis- sen, Druckern und zur aktuellen Browsing-Liste. 266