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Kapitel 1 RAID- und LVM-Grundlagen 1.5 Logical Volume Manager (LVM) Der Logical Volume Manager setzt eine logische Schicht zwischen das Dateisystem und die Partitionen der Festplatte. Linux-intern ist dafür das Kernelmodul dm_mod zustän- dig. LVM kann auch RAID-Partitionen nutzen, d. h., Sie können zuerst aus mehreren physikalischen Festplatten-Partitionen einen RAID-Verbund bilden und darin dann LVM einrichten. Dieser Abschnitt gibt eine Einführung in die Grundlagen von LVM. Details zur Installation und zur späteren Administration eines LVM-Systems folgen in den Kapiteln 2 und 8. Weitere Informationen finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Logical_Volume_Manager http://sourceware.org/lvm2/ Vor- und Nachteile Auch wenn die einleitende Beschreibung des LVM-Prinzips abstrakt klingt, sind die Vor- teile in der Praxis sehr real und leicht verständlich: » Im Rahmen des von LVM verwalteten Festplattenbereichs können Sie im laufenden Betrieb ohne Rechnerneustart Partitionen anlegen, vergrößern und verkleinern. Den vorhandenen LVM-Speicherpool können Sie jederzeit durch den Einbau einer weiteren Festplatte vergrößern. » Sie können dank LVM Bereiche mehrerer Festplatten zu einer einzigen, riesigen vir- tuellen Partition zusammenfassen. » Sie können sehr einfach einen sogenannten Snapshot eines Dateisystems erstellen. Das ist ideal für Backups im laufenden Betrieb. » LVM ist sehr schnell. Sie bezahlen für die höhere Flexibilität also nicht mit einer spürbar verringerten Geschwindigkeit. (Der Geschwindigkeitsunterschied gegenüber dem direkten Ansprechen einer Festplattenpartition ist kaum messbar. Die CPU- Belastung ist nur geringfügig höher.) Natürlich gibt es auch Nachteile: » LVM kann nicht dazu verwendet werden, um eine herkömmliche Partition zu vergrö- ßern, die ohne LVM erzeugt wurde. (Sie können LVM also nicht erst dann einsetzen, wenn Ihre herkömmlichen Partitionen schon voll sind.) » LVM kümmert sich nur um Partitionen, nicht um die darauf enthaltenen Dateisyste- me. Bei einer Verkleinerung müssen Sie zuerst das Dateisystem verkleinern, dann die LVM-Partition. Bei einer Vergrößerung müssen Sie zuerst die LVM-Partition ver- größern, dann das Dateisystem. 30