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1. Was ist Linux? > 1.3 Traum und Wirklichkeit - Pg. 29

Traum und Wirklichkeit Abschnitt 1.3 18 Monate zur Verfügung gestellt. Für die alle zwei Jahre erscheinenden LTS-Versionen gibt es sogar 3 bzw. 5 Jahre lang Updates (für Desktop- bzw. Server-Pakete). Finanziell wird Ubuntu Linux durch die Firma Canonical unterstützt. Zu Ubuntu gibt es diverse offizielle und inoffizielle Varianten (Kubuntu, Xubuntu, Ubuntu Server etc.). Neben den oben aufgezählten »großen« Distributionen gibt es im Internet zahlreiche Zusam- menstellungen von Miniatursystemen (bis hin zum kompletten Linux-System auf einer einzigen Diskette!). Diese Distributionen basieren zumeist auf alten und daher kleineren Kernelversionen. Sie sind vor allem für Spezialaufgaben konzipiert, etwa für Wartungsarbeiten (Emergency-System) oder um ein Linux-System ohne eigentliche Installation verwenden zu können (Live-Systeme). Populäre Vertreter dieser Linux-Gattung sind Devil Linux, Damn Small Linux, Parted Magic, Puppy, System- RescueCd, TinyCore und TinyMe. Einen ziemlich guten Überblick über alle momentan verfügbaren Linux-Distributionen (egal ob kom- merziellen oder anderen Ursprungs) finden Sie im Internet auf den folgenden Seiten: http://www.distrowatch.com/ http://lwn.net/Distributions/ http://www.linuxhq.com/dist.html Eine Empfehlung für eine bestimmte Distribution ist schwierig. Für Linux-Einsteiger ist es zumeist ein Vorteil, sich vorerst für eine weitverbreitete Distribution wie Fedora, openSUSE oder Ubuntu zu entscheiden. Zu diesen sind sowohl im Internet als auch im Buch- und Zeitschriftenhandel viele Informationen verfügbar. Bei Problemen ist es vergleichsweise leicht, Hilfe zu finden. Kommerzielle Linux-Anwender bzw. Server-Administratoren müssen sich entscheiden, ob sie bereit sind, für professionellen Support Geld auszugeben. In diesem Fall spricht wenig gegen die Markt- führer Red Hat und Novell. Andernfalls sind CentOS, Debian und Ubuntu attraktive kostenlose Alternativen. Die Qual der Wahl Andere Distributionen 1.3 Traum und Wirklichkeit Dieser Abschnitt nimmt zu einigen oft gehörten Behauptungen und Vorurteilen zu Linux Stellung. Mein Ziel ist es, Ihnen ein abgerundetes Bild von Linux zu präsentieren, ohne die Übertreibungen vieler begeisterter Linux-Fans, aber auch ohne die Schwarzmalerei der Linux-Gegner, die Linux oft nur deswegen schlechtmachen, weil sie ihre eigenen Software-Geschäfte in Gefahr sehen. Es lässt sich nicht allgemeingültig sagen, ob Windows oder Linux schneller bzw. effizienter läuft. Wenn einzelne Programme unter Linux oder unter Windows schneller ausgeführt werden, hat das zumeist damit zu tun, für welches Betriebssystem das Programm optimiert wurde, welche Linux- und Windows-Versionen miteinander verglichen werden, welche Hardware für den Vergleich ver- wendet wurde etc. Nach wie vor gibt es Linux-Distributionen, die auf einem uralten 486er PC mit einigen MByte RAM laufen ­ freilich nur im Textmodus und nicht mit dem Funktionsreichtum aktueller Betriebssyste- me. Interessanter ist ein Vergleich zwischen einer aktuellen Linux-Distribution und Windows 7: Für Linux ist schneller als Windows Linux benötigt weniger Ressourcen als Windows 29