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Programmierer, die ihre Programme als fehlerfrei anpreisen, kann man getrost als Märchenerzähler bezeichnen (siehe auch Softlink b1001). Denn dass es keine fehlerfreien Programme gibt, hat sich mittlerweile herumgesprochen und wird – wenn auch zähneknirschend – von der Mehrzahl der Anwender akzeptiert. Nichtsdestotrotz sollte Ihr Ziel beim Programmieren immer sein, den potenziellen Anwendern ein möglichst fehlerfreies Programm vorzulegen – auch wenn die dafür notwendige Fehlersuche einen Großteil Ihrer Entwicklungszeit in Anspruch nehmen wird. Dank des in Visual Basic 2010 Express integrierten Debuggers müssen Sie dabei nicht ziellos im Nebel stochern, sondern können Ihren Code systematisch analysieren.
Die Entstehung des Begriffs Debuggen geht auf eine Zeit zurück, in der die Computer noch mehr Mechanik als Elektronik enthielten. (Unser Softlink zum Thema »Wer hat’s erfunden?« hat die Nummer b1002.) Damals spielten Insekten (bugs) eine führende Rolle bei Programmstörungen. Die Rechenwerke enthielten viele kleine Schalter (Relais), die anfällig gegen mechanische Beschädigungen waren. Gelang es nun beispielsweise einer Fliege, in einen Rechner einzudringen, konnte es passieren, dass sie zwischen die Kontakte eines Schalters geriet und diesen dadurch außer Funktion setzte. Den Technikern blieb dann nichts anderes übrig, als die Reste des Insektes aufzuspüren und aus dem Rechner zu entfernen. Im Zeitalter der integrierten Schaltkreise versteht man unter dem Begriff Debuggen nur noch das Suchen und Beseitigen von Fehlern aus einem Programm.