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So verwenden Sie die Windows-Speicherdiagnose

So verwenden Sie die Windows-Speicherdiagnose Speicherprobleme sind eine der häufigsten Ursachen für Hardwareprobleme. Speicherprobleme können verhindern, dass Windows startet, und nicht eindeutig zuordenbare Abbruchfehler verursachen, sobald Windows läuft. Weil Probleme im Zusammenhang mit dem Arbeitsspeicher sporadisch auftreten können, sind sie oft schwierig zu identifizieren. Glücklicherweise enthält Windows 7 die Windows-Speicherdiagnose (Windows Memory Diagnostics), ein Offlinediagnosetool, das den Arbeitsspeicher Ihres Computers automatisch testet. Die Windows-Speicherdiagnose testet Ihren Arbeitsspeicher, indem sie wiederholt Werte hineinschreibt und diese Werte dann wieder ausliest, um zu überprüfen, ob sie sich verändert haben. Um möglichst viele Arten von Speicherfehlern identifizieren zu können, enthält die Windows-Speicherdiagnose drei unterschiedliche Teststufen: Minimal. Hier sind folgende Tests enthalten: MATS+ INVC SCHCKR (aktiviert den Cache) Standard. Alle Tests aus der Stufe »Minimal« und zusätzlich: LRAND Stride6 (aktiviert den Cache) CHCKR3 WMATS+ WINVC Erweitert. Alle Tests aus der Stufe »Standard« und zusätzlich: MATS+ (deaktiviert den Cache) Stride38 WSCHCKR WStride-6 CHKCKR4 WCHCKR3 ERAND Stride6 (deaktiviert den Cache) CHCKR8 Es ist zwar nicht erforderlich, dass ein Administrator die Details dieser Tests im Einzelnen kennt, aber es ist wichtig zu wissen, dass ein Speichertest niemals vollkommen ist. Fehler treten oft sporadisch auf, möglicherweise im normalen Betrieb nur alle paar Tage oder Wochen. Automatisierte Tests, wie sie zum Beispiel die Windows-Speicherdiagnose durchführt, vergrößern die Wahrscheinlichkeit, dass der Fehler entdeckt wird. Aber es kann sein, dass Ihr Arbeitsspeicher defekt ist, obwohl die Windows-Speicherdiagnose meldet, dass sie keine Probleme gefunden hat. Um diese Gefahr zu verringern, sollten Sie erweiterte Tests ausführen und die Zahl der Wiederholungen erhöhen. Je mehr Tests Sie durchführen, desto zuverlässiger ist das Ergebnis. Selbst wenn nur ein einziger Fehler auftritt, müssen Sie den Arbeitsspeicher als defekt betrachten. Sobald die Windows-Speicherdiagnose ihre Tests abgeschlossen hat, wird der Computer automatisch neu gestartet. Windows 7 zeigt eine Benachrichtigung mit den Testergebnissen an (Abbildung D.3). Die zugehörigen Ereignisse können Sie sich im Systemereignisprotokoll ansehen, sie haben die Quelle »MemoryDiagnosticsResults« (Ereignis-ID 1201). Abbildung D.3 Die Windows-Speicherdiagnose zeigt nach dem Anmelden eine Benachrichtigung an Falls Sie einen Speicherfehler finden, ist es normalerweise nicht sinnvoll, eine Reparatur des Arbeitsspeichers zu versuchen. Stattdessen sollten Sie unzuverlässigen Arbeitsspeicher austauschen. Falls der Computer mehrere Speichermodule hat und Sie nicht sicher sind, welches Modul das Problem verursacht, können Sie ein Modul nach dem anderen ersetzen und dann jeweils die Windows-Speicherdiagnose starten, bis der Computer zuverlässig arbeitet. Falls das Problem weiter bestehen bleibt, obwohl Sie den Arbeitsspeicher ausgetauscht haben, wird es durch eine externe Ursache ausgelöst. Zum Beispiel können hohe Temperaturen (oft in mobilen PCs) dazu führen, dass Arbeitsspeicher unzuverlässig wird. Computer-hersteller wählen den Arbeitsspeicher zwar meist so aus, dass er auch hohe Temperaturen aushält, aber wenn Sie Arbeitsspeicher von anderen Herstellern einbauen, kann es sein, dass er nicht dieselben Spezifikationen erfüllt und Fehler verursacht. Neben Wärme können auch andere Geräte innerhalb des Computers elektrische Störungen verursachen. Und schließlich können auch Probleme im Motherboard oder Prozessor gelegentlich dazu führen, dass Kommunikationsfehler mit dem Speicher auftreten, die aussehen wie fehlerhafter Arbeitsspeicher. So stellt Windows Speicherprobleme automatisch fest Wenn Windows Problemberichte analysiert, kann es feststellen, ob Speicherprobleme als Ursache für das Problem infrage kommen. In einem solchen Fall fordert das Wartungscenter den Benutzer auf, die Windows-Speicherdiagnose auszuführen. Der Benutzer kann dann einen Link anklicken, um Windows 7 sofort neu zu starten und den Arbeitsspeicher auf Fehler zu überprüfen, oder zu warten, bis der Computer das nächste Mal neu gestartet wird. So planen Sie eine Windows-Speicherdiagnose ein Falls Windows 7 läuft, können Sie die Ausführung der Windows-Speicherdiagnose beim nächsten Start einplanen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: Geben Sie im Suchfeld des Startmenüs den Befehl mdsched.exe ein und drücken Sie die EINGABETASTE. Wählen Sie, ob Sie den Computer jetzt neu starten und das Tool ausführen oder das Tool beim nächsten Start des Computers ausführen lassen wollen (Abbildung D.4). Abbildung D.4 Sie können die Windows-Speicherdiagnose beim nächsten Start Ihres Computers ausführen lassen Die Windows-Speicherdiagnose wird automatisch ausgeführt, sobald der Computer neu startet. So starten Sie die Windows-Speicherdiagnose, wenn Windows installiert ist Falls Windows bereits installiert ist, können Sie die Windows-Speicherdiagnose aus dem Menü des Windows-Start-Managers ausführen. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor: Entfernen Sie alle Disketten und CDs aus den Laufwerken und starten Sie den Computer dann neu. Falls das Menü des Windows-Start-Managers nicht automatisch erscheint, müssen Sie wiederholt die LEERTASTE drücken, während der Computer startet. Daraufhin öffnet sich das Menü des Windows-Start-Managers. Falls stattdessen das Windows-Startlogo erscheint, müssen Sie Ihren Computer wieder neu starten und versuchen, den Startvor-gang durch Drücken der LEERTASTE zu unterbrechen. Drücken Sie im Menü des Windows-Start-Managers die TAB-Taste auf Ihrer Tastatur, um den Eintrag Windows-Speicherdiagnose auszuwählen (Abbildung D.5), und dann die EINGABETASTE. Die Windows-Speicherdiagnose startet und beginnt, den Arbeitsspeicher Ihres Computers automatisch zu testen. Informationen darüber, wie Sie die automatisierten Tests konfigurieren, finden Sie im Abschnitt „So konfigurieren Sie die Windows-Speicherdiagnose“ weiter unten in diesem Anhang. Abbildung D.5 Sie können die Windows-Speicherdiagnose aus dem Menü des Windows-Start-Managers ausführen So starten Sie die Windows-Speicherdiagnose von der Windows-DVD Falls Windows nicht installiert ist, können Sie die Windows-Speicherdiagnose folgendermaßen von der Windows-DVD starten: Hinweis Wenn Windows 7 bereits installiert ist, aber nicht startet, können Sie die System-startreparaturtools schneller starten, indem Sie F8 drücken, bevor das Windows-Logo erscheint, und dann auf dem Bildschirm Erweiterte Startoptionen den Eintrag Computer reparieren wählen. Legen Sie die Windows-DVD in Ihren Computer ein. Starten Sie Ihren Computer neu. Drücken Sie irgendeine Taste, wenn gefragt wird, ob von der DVD gestartet werden soll. Falls keine Frage erscheint, ob von der DVD gestartet werden soll, müssen Sie unter Umständen die Startabfolge Ihres Computers konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt „Anfangsstartphase“ in Anhang C. Windows-Setup wird geladen. Wählen Sie Ihre Regionseinstellungen aus, sobald Sie danach gefragt werden, und klicken Sie dann auf Weiter. Klicken Sie auf Computer reparieren. Wählen Sie Ihr Tastaturlayout aus und klicken Sie auf Weiter. Die Systemwiederherstellung durchsucht Ihre Festplatten nach Windows-Installationen. Falls die Standardtreiber keine Festplatte erkennen, weil die Treiber nicht in Windows enthalten sind, müssen Sie auf die Schaltfläche Treiber laden klicken, um die Treiber zuladen. Wählen Sie ein Betriebssystem aus, das repariert werden soll, und klicken Sie dann auf Weiter. Die Seite Wählen Sie ein Wiederherstellungstool aus wird angezeigt. Klicken Sie auf das Tool Windows-Speicherdiagnose. Die Windows-Speicherdiagnose startet und beginnt, den Arbeitsspeicher Ihres Computers automatisch zu testen. Informationen darüber, wie Sie die automatisierten Tests konfigurieren, finden Sie im nächsten Abschnitt. Weitere Informationen über Systemstartreparaturtools finden Sie in Anhang C. So konfigurieren Sie die Windows-Speicherdiagnose Wie in Abbildung D.6 zu sehen ist, können Sie unterschiedliche Optionen für die Windows-Speicherdiagnose konfigurieren. Sie können mit diesen Optionen wählen, ob eine gründlichere (und zeitaufwendigere) Diagnose durchgeführt werden soll. Abbildung D.6 Sie können die Windows-Speicherdiagnose so konfigurieren, dass sie gründlichere Testverfahren nutzt Sie können sich die Optionen der Windows-Speicherdiagnose ansehen, indem Sie sie starten und dann F1 drücken. Sie können drei unterschiedliche Einstellungen wählen, indem Sie sie mit der TAB-Taste auswählen: Testzusammenstellung. Der Standardtestsatz, Standard, bietet einen effizienten Test, der die meisten häufiger vorkommenden Arten von Speicherfehlern aufdeckt. Sie können die Testdauer verringern (damit werden aber auch weniger Fehlertypen erkannt), indem Sie die Einstellung Minimal wählen. Mehr Fehlerarten werden erkannt (der Test dauert dann auch länger), wenn Sie Erweitert wählen. Cache. Manche Tests verwenden den Cache, andere deaktivieren den Cache. Tests sind so entworfen, dass sie den Cache verwenden oder deaktivieren, um Probleme mit unterschiedlichen Arbeitsspeicherkomponenten identifizieren zu können. Daher sollten Sie hier normalerweise die Standardeinstellung beibehalten. Durchlaufanzahl. Dies ist die Zahl der Durchgänge. Sie können diesen Wert vergrößern, um einen gründlicheren Test durchzuführen, bei dem sich die Wahrscheinlichkeit vergrößert, alle vorhandenen Probleme zu finden. Je höher die Durchlaufanzahl, desto wahrscheinlicher werden Sie Probleme finden. Drücken Sie F10, wenn Sie die gewünschten Einstellungen konfiguriert haben, um Ihre Änderungen anzuwenden. Die Windows-Speicherdiagnose startet daraufhin die Tests neu.

  

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