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Speicherabbilddateien > Konfigurieren von Kernelspeicherabbilddateien

Konfigurieren von Kernelspeicherabbilddateien

Konfigurieren von Kernelspeicherabbilddateien In der Standardeinstellung erstellen Windows-Systeme Kernelspeicherabbilddateien. Die Kernelspeicherabbilddatei ist eine Speicherabbilddatei mittlerer Größe, die nur Kernelspeicher aufzeichnet. Sie kann mehrere MByte Festplattenplatz benötigen. Es dauert länger, eine Kernelspeicherabbilddatei zu erstellen als eine kleine Speicherabbilddatei. Daher verlängert sich die Ausfallzeit, die wegen des Systemfehlers auftritt. Auf den meisten Systemen ist der Anstieg der Ausfallzeit aber minimal. Kernelspeicherabbilder enthalten zusätzliche Informationen, die bei der Problembehandlung helfen können. Wenn ein Abbruchfehler auftritt, speichert Windows eine Kernelspeicherabbilddatei in einer Datei namens %SystemRoot%\Memory.dmp und legt eine kleine Speicherabbilddatei im Ordner %SystemRoot%\Minidump ab. Eine Kernelspeicherabbilddatei zeichnet nur Kernelspeicherdaten auf, weshalb die Speicherabbilddatei schneller generiert werden kann. Die Kernelspeicherabbilddatei enthält keinen unbenutzten Arbeitsspeicher oder irgendwelchen Arbeitsspeicher, der Benutzermodusprogrammen zugewiesen ist. Sie enthält ausschließlich Arbeitsspeicher, der der Windows-Exekutive, dem Kernel, dem Hardware Abstraction Layer (HAL) und dem Dateisystemcache zugewiesen sind, außerdem nichtausgelagerten Pool-Arbeitsspeicher, der Kernmodustreibern und anderen Kernmodusroutinen zugewiesen ist. Die Größe der Kernelspeicherabbilddatei variiert, sie ist aber immer kleiner als der System-arbeitsspeicher. Wenn Windows die Speicherabbilddatei erstellt, schreibt es erst die Informationen in die Auslagerungsdatei. Daher kann es sein, dass die Auslagerungsdatei so groß wird wie der Hardwarearbeitsspeicher. Später werden die Speicherabbilddateiinformationen aus der Auslagerungsdatei in die eigentliche Speicherabbilddatei extrahiert. Um sicherzustellen, dass Sie genügend Platz frei haben, sollten Sie überprüfen, ob der freie Speicherplatz auf dem Systemlaufwerk größer ist als der Hardwarearbeitsspeicher, für den Fall, dass die Auslagerungsdatei auf die Größe des Hardwarearbeitsspeichers anwächst. Sie können die Größe einer Kernelspeicherabbilddatei zwar nicht genau vorhersagen, eine brauchbare Daumenregel lautet aber, dass zwischen 50 MByte und 800 MByte (oder ein Drittel der Hardwarearbeitsspeichergröße) auf dem Startvolume für die Auslagerungsdatei zur Verfügung stehen muss. In den meisten Fällen reicht eine Kernelspeicherabbilddatei für die Problembehandlung von Abbruchfehlern aus. Sie enthält mehr Informationen als eine kleine Speicherabbilddatei und ist kleiner als eine vollständige Speicherabbilddatei. Sie ignoriert Abschnitte des Arbeitsspeichers, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie mit dem Problem zu tun haben. Manche Probleme erfordern allerdings eine vollständige Speicherabbilddatei für die Problembehandlung. Hinweis In der Standardeinstellung überschreibt eine neue Kernelspeicherabbilddatei eine bereits vorhandene Datei. Sie können diese Standardeinstellung ändern, indem Sie das Kontrollkästchen Vorhandene Dateien überschreiben deaktivieren. Sie können eine vorhandene Speicherabbilddatei auch vor der Problembehandlung umbenennen oder verschieben.

  

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