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1. Geschichte der Hackerbrausekultur > Wie die Mate nach Berlin kam

Wie die Mate nach Berlin kam

Der Prototyp einer Hackerbrause heißt Club-Mate (Kapitel 3). Freke Over, langjähriges unspektakuläres Mitglied des Chaos-Computer-Clubs (CCC), Hausbesetzer aus der berüchtigten Mainzer Straße in Berlin-Friedrichshain, Getränkehändler, Gemüseschlachterfinder, selbständiger Schwarzarbeiter, sogar einst Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses (PDS/Die Linke) und heute Ferienlandwirt ist maßgeblich schuld am Erfolg von Club-Mate. Für uns hat er sich an die Anfänge erinnert.

Wie bist du denn zur Club-Mate gekommen?

Zusammen mit Freunden hatte ich einen kleinen Getränkehandel/Getränkelieferservice namens KGB, das stand für Kohlen, Gips, Bier. Gips gibt’s nicht. Wir haben uns 1994 als GmbH selbständig gemacht, nachdem wir zuvor etliche Jahre lang als Schwarzhandel oder als selbständige Subs die Szene beliefert hatten. Das war so: Wir hatten schon 1990 in der damals besetzten Mainzer Straße einen Spätkauf (so heißen Kioske in Berlin) und haben dann später, 1992, einen Spätkauf in der Liebigstraße aufgemacht. Wir bekamen zu der Zeit mit, dass die anderen Hausbesetzerkneipen sich mit Getränken zu völlig überteuerten Preisen beliefern ließen. Deshalb haben wir angefangen, von einem Großhändler auf dem Schlachthofgelände mit einem Eselskarren Getränke in den Kiez auszufahren. Der Weg zu den Besetzerkneipen ging ja zum Glück immer den Berg runter, andersrum wäre das nicht gegangen.


  

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