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Zwei Materialarten finden Verbreitung, die sich zusammenziehen, wenn man sie mit Strom versorgt: elektroaktive polymere Aktuatoren und Nitinol. Da sie die Bewegung menschlicher Muskeln nachahmen, bezeichnet man beide Techniken häufig als künstliche Muskeln (oder Memorydraht). Sie sind für Ingenieure und Designer attraktiv, weil sie potenziell deutlich weniger Raum einnehmen und leichter sind als Motoren. Das führt zu Mechanismen mit menschenähnlicheren Aktuatoren und Bewegungen. Allerdings ist die Technik noch nicht ausgereift, verlangt hohe Ströme und ihr Einsatz kann schwierig sein.
Aus Nitinol (einer Nickel-Titanium-Mischung) hergestellter Draht ist ein Beispiel für ein Material, das sich zusammenzieht, wenn es über einen bestimmten Punkt hinaus erwärmt wird, und bei Raumtemperatur wieder seine ursprüngliche Länge annimmt. Dieser Effekt wird Formgedächtnis genannt, weil sich der Draht „merkt”, wie er aussehen soll. Der Materialmix wird Formgedächtnislegierung (shape memory alloy, SMA) genannt.