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Jetzt müssen wir einen Schaltplan erstellen, der dem Steckbrett-Aufbau so weit wie möglich entspricht, damit du die Schaltung auch einfach bauen kannst. Der Schaltplan ist in Abbildung 4.95 zu sehen, die tatsächlichen Bauteile auf einem Steckbrett in Abbildung 4.96. Weil ich nur Logikgatter vom Typ OR verwendet habe und nur drei davon brauche, reicht auch ein Logikchip aus: Der 74HC32, der vier OR-Gatter mit je zwei Eingängen enthält. (Ich habe die Eingänge des vierten Gatters auf Masse gelegt.) Die zwei OR-Gatter auf der linken Seite haben dieselbe Funktion wie OR2 und OR3 in meinem vereinfachten Schaltplan. Das OR-Gatter unten rechts im Chip fungiert als OR1 und bekommt ein Signal von Pin 3 beider 555-Timer. Wenn du alle Bauteile vorrätig hast, solltest du das recht schnell zusammenbauen und testen können.
Abbildung 4.95 Wenn man den vereinfachten Schaltplan so umgestaltet, dass er sich für das Steckbrett eignet, ergibt sich unvermeidlich eine Anordnung von Verbindungen, die nicht so intuitiv erfasst werden kann und komplexer erscheint. Die Verbindungen sind aber dennoch dieselben
Dir fällt sicher auf, dass ich im Vergleich zum vorherigen Schaltplan eine Änderung gemacht habe: Ein Kondensator mit 0,01 µF wurde zwischen Pin 2 beider Timer (dem Eingang) und dem Minuspol eingesetzt. Warum? Als ich die Schaltung ohne Kondensatoren getestet hatte, wurden manchmal einer oder beide der 555-Timer ausgelöst, wenn der Quizmaster-Schalter S1 umgelegt wurde, ohne dass einer der Knöpfe gedrückt wurde.
Das hat mich erst einmal verwirrt. Wie wurden die Timer getriggert, ohne dass irgendjemand etwas gemacht hat? Vielleicht reagierten sie auf einen Rückprall im Quizmaster-Schalter. Die kleinen Kondensatoren haben das Problem aber einfach gelöst. Sie verlangsamen vielleicht die Reaktionszeit der 555-Timer um einen Bruchteil, aber nicht lange genug, um den langsameren menschlichen Reflexen in die Quere zu kommen.
Was die Knöpfe angeht, ist es egal, ob sie »zurückprallen«, weil der Timer sich beim allerersten Impuls einstellt und alle folgenden Schwankungen ignoriert.
Du kannst damit experimentieren, die Schaltung zu bauen, die 0,01-µF-Kondensatoren auszustecken und dann S1 ein paar mal hin und her zu schalten. Wenn du einen qualitativ hochwertigen Schalter hast, tritt vermutlich gar kein Problem auf. Wenn dein Schalter etwas billiger ist, bemerkst du vielleicht einige Falschmeldungen. Ich werde im nächsten Experiment auf den Rückprall etwas näher eingehen und zeigen, wie man ihn los wird.
Abbildung 4.96 Die Quiz-Schaltung auf einem Steckbrett, um das Konzept vor einem dauerhaften Zusammenbau zu testen.