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Dieses Buch enthält eine halbwegs kompakte Zusammenfassung wichtiger Makropakete für Anwender, die (wohl überwiegend deutschsprachige) Texte nach den Regeln deutscher Typografie setzen wollen.
Für dieses Ziel setzen viele Anwender auf die Klassen des KOMA-Script-Paketes. Es ist sehr umfangreich, da es nicht nur die Standard-dokumentenklassen ersetzt, sondern sie auch in vielen Bereichen erweitert. Die Besonderheiten dieser Klassen bilden den Schwerpunkt des Buchs. Dies schließt auch die Klasse für (Serien-)Briefe ein.
Insbesondere zu der letztgenannten gibt es aber eine Reihe (für deutschsprachige Anwender) interessante Dokumentklassen, die im Anschlussbeschriebenwerden.
Der sogenannte „German.sty" (oder babel mit der Option german) wird den meisten bekannt sein, allerdings vielleicht nicht in allen Details. Dabei wird auch auf die Unterschiede zwischen traditioneller deutscher Rechtschreibung und neuer („reformierter") Rechtschreibung eingegangen.
Der Wunsch, Frakturschriften einzusetzen, wird immer mal wieder geäußert und lässt sich mit LaTEX leicht erfüllen. Relativ wenig bekannt ist die Unterstützung für zwei „altdeutsche" Hand-bzw. Schreibschriften, die sogenannte „Sütterlin-" und die „Schwellschrift".
Es folgt eine Beschreibung weiterer Makropakete, die Anpassungen erlauben, wie sie in der deutschsprachigen Typografie üblich sind und die sich teilweise deutlich von den (anglo-)amerikanischen Voreinstellungen unterscheiden.
Das Kapitel um das Makropaket microtype ist für Nutzer des aktuellen TEX-Compilers pdftex nützlich. microtype erlaubt den Zugriff auf viele (teilweise sehr spezielle) Features des Programms. Hier werden nur die wichtigsten Optionen behandelt.
Verschiedene LaTEX-Konstrukte sind wie folgt dargestellt.
Befehle (Makros)
Sie erscheinen in Nichtproportionalschrift – \emph – und müssen so im Quelltext stehen. Achten Sie unbedingt auf die Klammern, die Argumente der Makros einschließen oder Gruppen bilden; sie verursachen etwa 70 bis 90% aller Fehler in LaTEX-Quelltexten.
Dokumentklassen und Makropakete
klassezeigtNamenvon .cls-Dateien, paket den von .sty-Files.
Optionen (optionale Parameter/Argumente)
Diese wahlweise anzugebenden Argumente erscheinen hier grau. LaTEX verwendet normalerweise eckige Klammern, um optionale Parameter einzugrenzen, diese müssen unbedingt mit angegeben werden.
Eingaben
In Beispielen kennzeichnet die Nichtproportionalschrift Ein-oder Ausgaben.
Umgebungen
Die Nichtproportionalschrift zwischen geschweiften Klammern – {itemize} – zeigt die Namen von Umgebungen.
Dateien und URLs
files sind so dargestellt, URLs in dieser Form.
Zähler, Längen
Numerische Variablen wie Counter (Zähler: counter) oder Längen (\length) erscheinen wie hier dargestellt.
Optionale Argumente von Makros stehen normalerweise zwischen eckigen Klammern. Sie dürfen (inklusive dieser Klammern) weggelassen werden und müssen nur dann angegeben werden, wenn eine andere als die voreingestellte Aktion erfolgen soll.