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Kapitel 27. Cluster > Was ist ein Cluster?

27.1. Was ist ein Cluster?

Ein Cluster ist eine Gruppe unabhängiger Computer, die jeweils die gleichen Anwendungen ausführen und beim Zugriff durch einen Client als ein einziges System dargestellt werden. Die Computer sind physikalisch durch Kabel und Clustersoftware miteinander verbunden. Durch das Vorhandensein dieser Verbindungen können im Cluster Probleme für den zugreifenden Client transparent behoben werden, zum Beispiel durch die Umverteilung von Aufgaben bei Ausfall eines Knotens auf einen anderen (Failover in Serverclustern) oder eine Verteilung aller zu bearbeitenden Aufgaben über einen Lastenausgleich in Netzwerklastenausgleich- bzw. Network Load Balancing (NLB)-Clustern. Durch diese Trennung unterscheiden sich Clustersysteme grundlegend von Multiprozessorsystemen, bei denen sich mehrere Prozessoren eine gemeinsame Computerperipherie teilen. Netzwerklastenausgleich (NLB) ist eine Clustertechnologie, die von Microsoft als Teil von Windows 2000 Advanced und Datacenter Server angeboten wird. NLB steht auch unter Windows Server 2003 in der Enterprise und der Datacenter Edition zur Verfügung. NLB benutzt einen verteilten Algorithmus für den Lastenausgleich von IP-Datenverkehr über mehrere Hosts. Dies führt zu einer besseren Skalierbarkeit und Verfügbarkeit unternehmenskritischer IP-basierter Dienste. Beispiele hierfür sind Webdienste, virtuelle private Netzwerke, Terminal-Dienste, Proxydienste und viele andere mehr. Der NLB kann Ausfälle von Servern automatisch erkennen und den Datenverkehr an andere Hosts umleiten, dadurch wird eine hohe Verfügbarkeit des NLB-Clusters erreicht. Viele Firmen setzen für die Arbeit mit Exchange einen Cluster ein. Dies geschieht vor allem aus dem Grund, dass mittlerweile auch das E-Mail-System eines Unternehmens so ausfallsicher wie möglich sein soll. Bei einem Cluster laufen mehrere Knoten zusammen. Dies hat den Vorteil, dass bei Ausfall eines Servers die Funktionalitäten des Clusters nicht beeinträchtigt werden, da die anderen Server dessen Dienste auffangen. Allerdings ist die Konfiguration eines Clusters alles andere als einfach. Mit einem Cluster ergibt sich der Nachteil, dass sich viele Konfigurationen, die bei einem Standalone-Server möglich sind, auf einem Cluster nur sehr schwer durchführen lassen. Da auch der Clusterdienst eine Windows-Komponente ist, haben Sie bei einem Cluster zusätzlich einen weiteren Dienst zu verwalten, der dazu noch ausgesprochen komplex ist. Bevor Sie einen Cluster produktiv in Betrieb nehmen, sollten Sie sich ausführlich mit dessen Konfiguration befassen. Unter Exchange 2000 hat Microsoft noch einen Active/Active-Cluster empfohlen. Da diese Konfiguration aber nicht sehr populär war, ist Microsoft bei Exchange 2003 wieder umgeschwenkt und empfiehlt Active/Passive-Clustering mit Exchange 2003. Das heißt im Klartext, dass bei einem Exchange 2003-Cluster ein Server (Knoten) online die Exchange-Dienste zur Verfügung stellt, und der zweite Knoten nur als Standby dient, wenn der Hauptknoten ausfallen sollte. Um einen Exchange 2003-Cluster aufzubauen, benötigen Sie Windows 2003 Enterprise Server als Betriebssystem und Exchange 2003 Enterprise Server als Exchange-Version. Die beiden Standardserver dieser Produkte unterstützen kein Clustering.


  

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