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Linien und Flächen im Bild bestimmen dessen geometrischen Bildaufbau. Wichtig für den Fotografen ist in diesem Zusammenhang die so genannte Drittelregel. Sie vereinfacht den seit Jahrtausenden in Kunst und Architektur zur Erreichung von optischer Harmonie angewandten Goldenen Schnitt.
Der Goldene Schnitt (lat. sectio aurea) oder auch die göttliche Teilung (lat. proportio divina) ist ein bestimmtes Verhältnis zweier Zahlen oder Größen: Zwei Strecken stehen im Verhältnis des Goldenen Schnittes, wenn sich die größere zur kleineren Strecke verhält wie die Summe aus beiden zur größeren.
Was sich kompliziert anhören mag, ist es in der Praxis gar nicht. Schauen Sie einfach durch den Kamerasucher und ziehen Sie gedanklich zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien so durch den Bildausschnitt, dass sie ihn sowohl waagerecht als auch senkrecht in Drittel teilen. Nun platzieren Sie durch entsprechende Verlagerung des Bildausschnitts das motivwichtige Bildelement an einen Kreuzungspunkt und den Horizont oder eine andere bildbestimmende Gerade entlang einer dieser Linien. Damit erreichen Sie in den allermeisten Fällen einen harmonsch wirkenden Bildaufbau. Die Drittelregel dient Ihnen damit als einfaches Hilfsmittel, um eine langweilig und statisch wirkende Anmutung Ihrer Bilder zu vermeiden.