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GDI+ ist eine Klassenbibliothek, die das Zeichnen verschiedener Elemente in Windows (Windows im Sinne vom Windows-Betriebssystem) erlaubt. GDI steht als Abkürzung von Graphic Device Interface – etwa grafische Geräteschnittstelle – und das Pluszeichen hinter dem Akronym lässt schon vermuten, dass es sich um etwas Weiterentwickeltes handeln muss.
Allerdings ist das im Grunde genommen nur halb richtig – jedenfalls in der gegenwärtigen Version des GDI+. GDI+ ist der von Microsoft erklärte Nachfolger des GDI, der, wenn auch in ständig weiterentwickelter Form, schon zu 16-Bit-Windows-Zeiten sozusagen den ausführenden Produzenten für alles darstellte, was in irgendeiner Form auf dem Bildschirm erscheinen sollte. Aus diesem Grund erfuhren viele Grundfunktionen des GDI eine umfangreiche Unterstützung durch die Treiber von Grafikkarten der verschiedensten Hersteller. Das heißt im Klartext: Wenn Sie eine Linie von einem zum anderen Punkt auf dem Bildschirm mit GDI zeichnen, dann ist es nicht eine bestimmte Prozedur im GDI, die die eigentlichen Punkte setzt, sondern die Grafikkarte selbst, die diese Aufgabe übernimmt. Das GDI teilt dem Treiber lediglich mit, dass es eine Linie gezeichnet haben möchte. Und genau das ist zurzeit noch der Unterschied zum GDI+. Es bietet viel umfassendere und vor allen Dingen auch einfacher zu handhabende Zeichenfunktionen, doch viele davon sind momentan noch nicht hardwareunterstützt. Und das ist der Grund, weswegen Microsoft mit GDI+ grundsätzlich auf dem richtigen Weg ist, es sich für einige wenige Anwendungen unter Windows aus Geschwindigkeitsgründen aber einfach noch nicht hundertprozentig zur Verwendung eignet.