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Die .NET-Klassenbibliothek stellt für alle möglichen Aufgaben eine Fülle vordefinierter Methoden zur Verfügung, die Sie im Code Ihrer Programme einfach verwenden können – und auch die main()-Funktion bekommen Sie schließlich vom Anwendungsassistenten geschenkt. Nichtsdestotrotz werden Sie in Ihren Programmen des Öfteren in die Verlegenheit kommen, Funktionen – in der Regel werden es Methoden sein – selbst zu definieren.
Wie man Funktionen im Programmcode definiert, lässt sich am Beispiel von main() sehen. Wie diese gliedert sich jede Funktion in einen Funktionskopf und einen Funktionsrumpf, womit der Funktionsblock, in dem die Anweisungen stehen, gemeint ist.
Funktionsnamen sind wie Variablennamen grundsätzlich frei wählbar, wobei die gleichen Regeln gelten, die Sie im Zusammenhang mit Variablen für Bezeichner kennen gelernt haben. Nun, eine main()-Funktion darf es aus bekannten Gründen nur einmal in einem Programm geben, also denken wir uns für eine erste selbstdefinierte Funktion einen anderen Namen aus, z. B. fun – als Abkürzung für »Funktion« bzw. »function«. Außerdem definieren wir die Funktion fun(), anders als main(), ohne Rückgabewert. Deshalb verwenden wir das Schlüsselwort void statt int vor dem Funktionsnamen und lassen im Funktionsrumpf die return-Anweisung weg (zu Rückgabewerten von Funktionen gleich mehr in „8.5 Rückgabewerte von Funktionen“). Unter diesen Voraussetzungen sieht das Funktionsgerüst von fun() wie folgt aus: