Safari Books Online is a digital library providing on-demand subscription access to thousands of learning resources.
Zweck des Prozesses ist es zu bestätigen, dass die Anforderungen an eine spezifische, vorgesehene Nutzung des Softwarearbeitsprodukts erfüllt werden.
Die interessante Frage ist, auf welche Weise Validierung dies sicherstellen soll, insbesondere, gegen was denn geprüft werden soll. Zwei weitere Definitionen sind zur Klärung hilfreich: [IEEE Std 610.12-1990 (R2002)] definiert Validierung als den »Prozess der Evaluierung eines Systems oder einer Komponente während oder am Ende des Entwicklungsprozesses, um zu bestimmen, ob diese(s) spezifizierte Anforderungen erfüllt«. [CMMI 2002] definiert Validierung als »Sicherstellen, dass das Produkt seinen vorgesehenen Einsatzzweck erfüllen wird«. Während die IEEE-Definition sich auf »spezifizierte Anforderungen« beschränkt, gehen die SPICE- und CMMI-Definitionen mit »vorgesehener Nutzung« und »vorgesehenem Einsatzzweck« darüber hinaus. Dies wird durch die Erfahrung aus der Praxis bestätigt, dass sich nämlich die Praxistauglichkeit eines Systems oft nur unvollständig a priori spezifizieren lässt. Validierung kann sich also keineswegs darauf beschränken, z.B. spezifizierte Kundenanforderungen zu prüfen, sondern muss die Praxistauglichkeit des fertigen Systems durch weitere Tests in der vorgesehenen Umgebung prüfen. Derartige Prüfungen sollten möglichst schon während der Entwicklung stattfinden, z.B. mittels Simulationen oder Prototypen. (Für weitere Einzelheiten siehe auch die einleitenden Bemerkungen bei SUP.2 in Abschnitt 6.16.1, insbesondere auch zur Abgrenzung Verifikation/Validierung.)