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Welche Organisation ist am besten auf die Zukunft eingestellt? Es gibt diverse Kriterien dafür, wann Organisationen optimal ausgerichtet sind: Flexibilität, Effizienz und natürlich Kundenorientierung. Im Zuge zunehmender Globalisierung unserer Wirtschaft ist »Offshoring« zum Synonym für die Nutzung kostengünstiger Ressourcen weltweit geworden und wird von vielen Unternehmen gar als einzig verfügbares »Allheilmittel« gesehen, um im internationalen Wettbewerb weiter bestehen zu können. Im Bereich der industriellen Produktion ist die globale Arbeitsteilung schon seit Jahrzehnten gängige Praxis. Die politischen Veränderungen und der technische Fortschritt der letzten beiden Dekaden haben eine zusätzliche Dynamisierung dieser Arbeitsteilung verursacht. Das ist eine Entwicklung, die auch die deutsche Wirtschaft maßgeblich beeinflusst, was nachfolgende Meldungen illustrieren:
In einer DIHK-Pressemitteilung aus dem Jahr 2005 heißt es: »Die Auslandsinvestitionen deutscher Unternehmen erreichen 2005 ein Rekordhoch. Das ergibt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) bei mehr als 7.500 deutschen Unternehmen« [DIHK 2005]. Und auch im Jahr 2007 kommt der DIHK – in einer Nachfolgestudie – zu dem Schluss: »Im Jahr 2007 werden die Auslandsinvestitionen der deutschen Industrieunternehmen nochmals etwas stärker zulegen als schon in den letzten Jahren« [Nitschke & Ressler 2007]. Sicherlich werden zuerst Wachstumschancen durch Markterschließung und Auslandsvertrieb wahrgenommen. Während die Studie aus dem Jahr 2005 ergab, dass Unternehmen mit wachsenden Auslandsbudgets die Kostenersparnis an ausländischen Standorten als wichtigstes Motiv für Investitionen im Ausland nennen (34 % der Nennungen), steht dieses Motiv in der Nachfolgestudie des Jahres 2007 erst an dritter Stelle (29 % der Nennungen), allerdings mit einem geringen Abstand vom zweitwichtigsten Motiv »Auslandsproduktion zur Markterschließung« (31 % der Nennungen). Diese Entwicklung kann vermutlich auch durch ein wachsendes Bewusstsein um die Schwierigkeiten einer internationalen Arbeitsteilung erklärt werden, die mitunter die Erreichung von Kostenvorteilen verzögern oder gar verhindern.