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Vorwort

Vorwort

Es ist gut anderthalb Jahre her, dass Google mit dem Google Web Toolkit (GWT) einen Weg vorgestellt hat, wie sich die Entwicklung von Ajax-Webanwendungen deutlich beschleunigen lässt. Ganz nebenbei werden wir Entwickler vor den Problemen abgeschirmt, die JavaScript mit sich bringen kann. Diese sind nämlich, gerade für Entwickler mit begründeten Berührungsängsten gegenüber Script-Sprachen (zu denen ich mich auch zähle), durchaus nicht gering.

Moderne Softwareentwicklung benötigt aus meiner Sicht die Unterstützung durch funktional hervorragende Werkzeuge – wie beispielsweise Eclipse. Auch möchte ich auf die Möglichkeit automatisierter Tests nicht verzichten. Und wenn ich den Servercode in Java schreibe, dann ist es eine erhebliche Erleichterung, wenn auch der Clientcode in Java geschrieben werden kann. Genau das ist mit dem GWT möglich!

Inzwischen habe ich eine ganze Reihe von Projekten mit dem Google Web Toolkit umgesetzt und bin nach wie vor begeistert. In diesem Buch werden Sie deshalb nicht nur eine nüchterne Beschreibung der Möglichkeiten des GWT finden, sondern auch von den Erfahrungen profitieren, die sich in über einem Jahr Arbeit mit diesem Werkzeug angesammelt haben.

An einigen Stellen wird Ihnen der eine oder andere dargestellte Weg vielleicht etwas überstrukturiert vorkommen – wenn man aber nicht nur mal eben ein kleines Beispiel zusammenhackt, dann ist ein strukturierter Weg zwingend erforderlich, um für zukünftige Entwicklungen die Tür offen zu halten. Trotzdem muss die Entwicklung zügig vorangehen können. Nach jeder kleinen Änderungen einen vollständigen Buildprozess anstoßen zu müssen, ist da wenig hilfreich. Ich hoffe, einen annehmbaren Kompromiss gefunden zu haben (zumindest ist er das für mich). Falls Sie das nach der Lektüre des Buches anders sehen, können Sie gern mit mir darüber diskutieren. Am besten per E-Mail: seemann@mseemann.de.

Ein solches Buch zu schreiben ist kein Spaziergang – auch nicht beim dritten Mal. Deshalb bin ich froh, dass Kollegen und Verlag mich bei diesem Projekt sehr gut unterstützt haben. Von meinen Kollegen musste Peter Zorn das Manuskript kritisch unter die Lupe nehmen. Klaus von Einem war immer eine gute Quelle für Anregungen zur Architektur und Jens Prilop – passionierter Läufer – hat sich tatsächlich getraut, das Fitnesstagebuch, das ich in diesem Buch als durchgehendes Beispiel verwende, einem Praxistest zu unterziehen. Ob es bei der Bewältigung des Berlin-Marathons geholfen hat, werde ich erst wissen, wenn das Buch schon im Druck ist. Auf Verlagsseite möchte ich mich besonders bei Ariane Hesse für die unkomplizierte Zusammenarbeit bedanken, beim Fachgutachter Christof Vollrath für die vielen guten Kommentare zum Manuskript. Und nicht zuletzt habe ich meiner Lektorin Christine Haite für ihre Geduld zu danken. Von ihrem Sachverstand war ich begeistert.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Michael Seemann

Rostock, September 2007